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Geschichte

1319 - vernichtete ein Feuer 80 Häuser
Großbrände prägten die Geschichte nahezu jeder Stadt des Mittelalters.
In Korneuburg wird bereits 1319 ein Großbrand urkundlich erwähnt der
über 80 Häuser vernichtete. 1417 wurde die gesamte Stadt mit Ausnahme der Kirche vernichtet.
Türmer von 1556 bis 1925
Bereits 1556 ist eine ständige Feuerwache des Türmens
(er wohnte auf dem Korneuburger Stadtturm) nachweisbar,
eine Instruktion aus dem Jahre 1571 verdeutlicht wie der Dienst
des Türmers zu erfolgen hatte: "wache bei tag und nacht zu verrichten
und auswarten, bemerkt er Feuer und prunst hat er alsbaldt den fahnen
bei tag, ein lattern mit einem licht bei nacht gegen den ort wo es brennt auszustrecken..
dem Stadtrichter wenn das Feuer ueberhand nimmt anzuzeigen"
Dennoch brannte die Stadt noch öfter, erst 1683 konnten sich die Stadtväter entschließen "...
zwei gute Feuerspritze, zwei bis drei mittlere Laittern und vier Feuerhaken" anzuschaffen.
Erst 1852 wurde diese Ausrüstung erweitert, es wurde eine dritte Feuerspritze für 886 Gulden
angekauft. Ab 1860 wurden regelmäßige Löschübungen der "Löschanstalt" abgehalten, die
Männer trugen dabei bereits eine Art Uniformierung bestehend aus einem weißen Kittel, einem
Ledergurt und einem grünen halbsteifen Hut.
1864 wurde in Anlehnung an die Josephinische Feuerlöschordnung eine Ordnung für die Stadt
Korneuburg geschaffen die unter anderem neben der allgemeinen Hilfepflicht bestimmte Berufsgruppen
besonders für den Löschdienst einsetzte: so hatten die Schlosser die Spritzen, Zimmerleute Leitern und
Feuerhaken zu bedienen. Aus den Mitgliedern des Gemeindeausschusses wurde ein "Direktor" oder
Feuerkomissär bestellt dem die Leitung der "Löschanstalt" anvertraut war.
1865 - Gründung der heutigen Wehr
1865 wurde dann diese Löschanstalt in die heutige Feuerwehr umgewandelt. Zunächst als Verein der
"freiwilligen Feuerwehr Korneuburg". Als er gegründet wurde, gab es in Niederösterreich erst in einigen
Orten Feuerwehren, die Entwicklung verlief aufgrund guter Erfahrungen mit diesen Feuerwehren aber
rasant - 1890 bestanden in Niederösterreich 826 freiwillige Feuerwehren.
1890 wurde nach einer Explosionskatastrophe mit vier Toten und dreizehn Schwerverletzten von der
Korneuburger Feuerwehr auch der Rettungsdienst übernommen, die Feuerwehrsanitäter wurden von
den örtlichen Ärzten geschult. Hans Graf Wilczek, der Gründer der Wiener Rettungsgesellschaft stiftete
einen Bespannbahren Rettungswagen und Tragen, 1921 wurde das erste Rettungsauto angeschafft.
Doch auch bei Wasserkatastrophen zeigte die Korneuburger Wehr erstaunliche Leistungen. 1897 schrieb
der "ständige Österreichische Feuerwehrausschuss" ein Vorläufer des heutigen Bundesfeuerwehrverbandes,
über die Hochwasserkatastrophe von 1897: "Für den Bereich der Stadt Korneuburg findet man, daß die
Feuerwehr in Zusammenhang mit der Überflutung eines Teiles der Stadt, Menschen, Tiere und Habseligkeiten
der Bewohner in Sicherheit gebracht hat. Außerdem wurden Stege hergestellt und ein Wasserdienst mit 8 Zillen
unterhalten. 40 Korneuburger Feuerwehrmänner versahen abwechselnd durch 7 Tage den Dienst."
1889 - Übung
Übung am Korneuburger Kreisgericht. Im Vordergrund
sind die mit Pferden bespannten Wasser und Spritzenwagen zu erkennen.
1902 - Großbrand
Brandkatastrophen waren trotzdem wieder zu beklagen: 1902 äscherte ein Großbrand wieder einen Teil der
Stadt ein - zwischen Stockerauerstraße, Laaerstraße und Lebzeltergasse wurden mehr als 15 Gebäude vernichtet.
Obwohl den drei Korneuburger Löschzügen die Feuerwehren Bisamberg, Flandorf, Leobendorf, Langenzersdorf,
Stetten, Rückersdorf, Seebarn, Kleinengersdorf, Tresdorf, Hagenbrunn Spillern und schließlich sogar die Wiener
Feuerwehr mit zwei Dampfspritzen zu Hilfe eilten, konnte aufgrund des Wassermangels das Feuer nur sehr schwer
gelöscht werden.
1923 - Das erste Auto
Die Löschspritzen, Leitern und Wasserbehälter wurden noch bis 1923 von Pferdewagen gezogen, in diesem Jahr
kam dann das erste Feuerwehrauto. Natürlich nicht neu, die Stadtväter knauserten 1923 genauso wie 1683. Aber
immerhin konnten die Feuerwehrleute selbst auf einem gebrauchten Austro-Fiat Fahrgestell eine Pumpe montieren
und das Fahrzeug adaptieren. Statt eines Tanklöschfahrzeuges gab es 1925 eine echt Korneuburger Lösung: der
eben angeschaffte (neue) gemeindeeigene Sprengwagen, ein Büssing mit Knaustpumpe durfte von der Feuerwehr
mitbenutzt werden. An dieser Ausrüstung sollte sich trotz Großbränden und eines Weltkrieges nicht viel ändern.
Nach dem Krieg war nur der Pumpenwagen von 1923 vorhanden, ohne Räder und mit Motorschaden. Dieses Auto
war dann noch bis 1965 im Dienst! Nach diversen Eigenanfertigungen auf Basis ehemaliger Militärfahrzeuge (Morris)
kam 1963 das erste neue Tanklöschfahrzeug nach Korneuburg, ein Steyr 680 TLF 2000.
Ankündigung


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